
Gründerzeit in Dresden
Die Gründerzeit, welche in Dresden um 1830 begann, gab dem außenpolitisch wenig erfolgreichen Königreich Sachen die Möglichkeit, sich neu zu definieren. Der imposante wirtschaftliche Aufschwung des Königreiches war den zahlreichen neugegründeten Banken und Privatunternehmen zu verdanken. Neben den künstlerischen Leistungen definierte sich das Land zunehmend durch wissenschaftlich-technische Erfolge, wenn gleich die Industrie nicht das barocke Stadtbild stören durfte. Schwerindustrie und rauchende Schornsteine waren per Bauvorschrift untersagt, so dass sich vor allem die Veredlungs- und Luxusindustrie etablierte. Mit „Laferme“ wurde die erste Deutsche Zigarettenfabrik in Dresden eröffnet, doch auch Unternehmen wie Villeroy & Boch setzten auf die florierende Stadt. Neben den Genuss – und Luxusgütern entstanden am Stadtrand vor allem chemisch-pharmazeutische, feinmechanische und optische Produkte.




